Vereinsgeschichte

Das Frühjahr 1916

Fritz Krauß und Rudolf Hengst richteten ein Gesuch an den Stadtrat von Marienberg zwecks der Gründung eines Turnvereins in Gebirge. Dieser Antrag wurde genehmigt, der Name des Vereins lautete ATV Gebirge-Gelobtland (Allgemeiner Turnverein). Aus dem Protokoll der Gründungsveranstaltung in der Burghalle in Gebirge am 28. Mai 1916 geht hervor:

„Heute versammelten sich nachfolgend genannte Leute, bez. Fortbildungsschüler zur Gründung eines Turnvereins in Gebirge-Gelobtland:[...]. Herr Karl Hertwig wird einstimmig zum Vorsteher gewählt und eröffnete die Gründungsversammlung gegen 1/2 6 Uhr in der Burghalle. Er erläuterte die Turnerangelegenheiten in verschiedenen Fällen und wies darauf hin, dass die Turnersache sehr nützlich sei und legte der Jungmannschaft warm ums Herz, für diese gute Sache mit allem Eifer einzutreten. [...] Um die laufenden Unkosten decken zu können, wird beschlossen, dass jeder Zögling pro Monat zehn Pfennig Steuern zu entrichten hatte.“

Geturnt wurde vorerst in der Schule Gebirge. Aus der Männerriege entwickelten sich schnell die Bereiche Leichtathletik, Fußball und Wintersport. Fußball und Wintersport wurden auf dem Sportplatz an der Wildenburg betrieben. Die Skilanglaufstrecken waren im sogenannten Schreiterbusch. Später wurde im Saal der Wildenburg geturnt.

Zeitleiste
Der ATSV Gebirge/Gelobtland e.V.

Am 19. September 1990 endet das Bestehen der BSG Motor Gebirge-Gelobtland. Nach der politischen Wende gibt es keine Betriebssportgemeinschaften mehr. Um den Sport im Territorium Gebirge/ Gelobtland fortzuführen, wird aus der BSG der Allgemeine Turn- und Sportverein Gebirge/ Gelobtland e.V. (ATSV) gegründet. Dabei wird bewusst der alte Vereinsname „Allgemeiner Turnverein“ aus dem Gründungsjahr 1916 in ATSV umgewandelt.

80 Jahre organisierter Sport

Vom 23. August – 1. September 1996 findet die Festwoche „80 Jahre organisierter Sport in Gebirge-Gelobtland“ statt. Anlässlich dieses Ereignisses wird eine Vereinsfahne sowie ein Vereinslogo entworfen. Am 2. Oktober 1996 verleiht Bürgermeister Thomas Wittig aus Anlass des 6. Jahrestages der Wiedervereinigung Deutschlands und 80 Jahre organisierten Sports in Gebirge/Gelobtland die höchste Auszeichnung der Stadt, die Ehrenplakette in Weiß, an den ATSV Gebirge/Gelobtland e.V. für seine jahrelangen sportlichen Verdienste.

Die Jahre 1997 – 2015 im Überblick
  • Am 5. Juli 1997 wird das „Tourismuszentrum“ am Rätzteich in Gelobtland eingeweiht. Gäste sind unter anderem Bürgermeister Thomas Wittig und der damalige Ministerpräsident Sachsens, Kurt Biedenkopf.
  • Am 22. August 1998 gründet sich die Abteilung „Asiatische Verteidigung“ im ATSV Gebirge/Gelobtland, die aber nur bis 31. Dezember 2004 existiert. Die Abteilung hatte circa zehn Mitglieder.
  • Am 10. November 1998 nimmt die Abteilung Tischtennis am ersten Punktspiel in der 3. Kreisklasse teil.
  • Im Juni 1999 wird die erste Frauen-Fußballmannschaft des ATSV Gebirge/Gelobtland e.V. gebildet. Der erste Übungsleiter ist Joachim Leschner, das erste Spiel gegen Zöblitz im August 1999 beendet die Damenmannschaft mit einem 2:2.
  • Ab dem Jahr 2002 ist der ATSV im Internet vertreten. Die Webseite wird von Sportfreund Dirk Schönherr ins Leben gerufen und enthält zunächst Meldungen über Wettkämpfe, Termine und Ergebnisse der Abteilung Wintersport. Heute sind auf www.atsv-info.de alle Abteilungen vertreten. Auch in dem sozialen Netzwerk Facebook informieren die Sektionen Fußball und Ski regelmäßig über Ereignisse.
  • Der erste Brettmühlenlauf, ein Inliner- und Skirollerwettkampf, wird am 30. August 2003 durchgeführt. Der Wettbewerb wird gemeinsam mit dem TSV Pobershau ausgerichtet.
  • Im Juni 2009 feiert der Frauenfußball des ATSV sein 10-jähriges Bestehen.
  • Vom 8. bis 11. September 2011 werden 95 Jahre „Sport in Gebirge-Gelobtland - ATV - BSG Motor - ATSV“ gefeiert. Der größte Sportverein der Stadt Marienberg zieht eine erfolgreiche Bilanz: 460 eingeschriebene Mitglieder, knapp die Hälfte von ihnen kommen aus dem Nachwuchsbereich, seit 1993 ist der Verein ununterbrochen Talentstützpunkt des Landesskiverbandes, fünf Sportler befinden sich in dieser Zeit an der Eliteschule des Sports in Oberwiesenthal
  • Am 6. November 2013 votiert die Mehrheit der Mitglieder des ATSV für die Eigenverwaltung des Tourismuszentrums. Somit liegt seit dem 1. Januar 2014 das Leistungsspektrum des Tourismuszentrums (Skiverleih, Präparierung der Loipen, Vermietung der Räumlichkeiten, Kantinenbetrieb usw.) in der Eigenverantwortung des Vereins. Im Zuge dieser Übernahme wird das „Tourismuszentrum“ in „Vereinsheim“ umbenannt.